Urlaub mit Hund: Ratgeber, Tipps und Empfehlungen 2020

Der Wunsch nach einem Hund ist oft schneller da, als dass man die Konsequenzen bedenkt. Ein ganzes Leben stellt sich plötzlich um. Man muss lieb gewordene Gewohnheiten über Bord werfen. So erging es einem frisch gebackenen Herrchen am ersten Tag. Der Hund durfte nicht mit in die Backstube zum allmorgendlichen Brötchenholen. An der Zahnarztpraxis prangte ein dickes Schild mit brav sitzendem Vierbeiner und rotem Balken quer durch. Wie selbstverständlich darf man plötzlich nicht mehr mit Dackel und Co in den Supermarkt marschieren – Schranken überall. Das Leben verändert sich kolossal. So auch bei der nächsten Frage: 

Wohin fahren wir denn diesmal in Urlaub? Die Frage stellt sich nämlich plötzlich anders. Wohin können wir unseren Hund überhaupt mitnehmen, und welches Verkehrsmittel wählen wir am besten? Da schränkt sich mitunter der Aktionsradius schon gewaltig ein. Aber keine Sorge. Auch mit Hund kann man heutzutage fast überall Urlaub machen. Man muss ihn nur vorbereiten – und sich dafür Zeit nehmen. Denn mitunter erfordert es je nach Land ein halbes Jahr Vorbereitung. Es gibt inzwischen viele hundefreundliche Hotels und Pensionen. Ganz abgesehen von Restaurants, in denen die Besitzer oft selber (Wach-) Hunde halten. 

Auch ins Ausland kann man Hunde mitnehmen. Man muss nur zuvor die entsprechenden Einreisebestimmungen genau studieren. Und da bietet sich das Internet als zuverlässige Quelle an. Wie gesagt, Reisen mit Hund erfordert ganz einfach eine viel intensivere Vorbereitung. Nichts ist unmöglich, wenn man den vorgeschriebenen Weg geht. Und bitte ja nicht erst auf die irre Idee kommen, den kleinen Schoßhund irgendwie durch die Barrieren zu schmuggeln. Das geht garantiert schief. Da ist es schlichtweg einfacher, sich etwas Zeit zu nehmen. Die Reise mit dem Vierbeiner muss gut organisiert sein. Man fährt ja auch nicht aufs Geratewohl so einfach für ein paar Wochen an die Riviera oder fliegt mal eben in die Dominikanische Republik. Selbst auf Schiffsreisen kann man unter Einschränkungen Hunde mitnehmen – nur gewusst wie. Aber, es gibt natürlich auch Empfehlungen dafür, wo und wie Sie am besten nicht mit Ihrem Hund Urlaub machen sollten. Dazu hilft Ihnen dieser Ratgeber, um auch die schönsten Wochen des Jahres unbeschadet und stressfrei zu erleben. Er gibt Ihnen nützliche Tipps und eine Checkliste für Ihren Urlaub mit Hund. Mit diesem Ratgeber haben Sie den ersten Schritt für einen erholsamen Urlaub zusammen mit Ihrem geliebten Vierbeiner getan. Denn auch Ihr Hund braucht Urlaub. Nun nehmen Sie sich die Zeit, Tipps und Anregungen aus diesem Ratgeber umzusetzen. 

Die richtigen Vorbereitungen für den Urlaub mit Hund

Ihre ganz persönliche Checkliste

So wie jeder Mensch unterschiedliche Vorstellungen von seinem Urlaub hat, so plant auch jeder Hundehalter individuell. Der eine fühlt sich im Ferienhaus freier. Der andere mag die Annehmlichkeit eines Luxushotels mit Bedienung. Oder man liebt die Berge, das Meer, die Metropolen der Welt. Andere fühlen sich auf dem Meer in grenzenloser Freiheit. Ob Abenteuerurlaub oder Faulenzerwochen, alles will richtig vorbereitet sein. Und mit Hund muss man eben noch mehr bedenken. 

Wichtig ist also die ganz persönliche Checkliste. Habe ich mich für ein Urlaubsziel entschieden, folgt sofort die Frage: Kann ich dorthin auch meinen Hund mitnehmen? Etwa in das ausgewählte Hotel oder in das Ferienhaus.  Wenn diese Frage nicht sofort am Anfang steht, können alle Pläne und Überlegungen schnell wieder Makulatur werden. Als Hundehalter muss man noch viel mehr bedenken, etwa wenn ich ein Hotelzimmer gefunden habe. Darf ich meinen Hund auch mit ins Restaurant nehmen? Wenn nicht, wer passt auf den lieben Vierbeiner auf, oder bleibt er gar alleine im Zimmer?

Vielleicht will ich ja auch im Urlaub mal ein Konzert besuchen, in die Oper gehen oder nur shoppen. Was passiert dann mit meinem Hund? Bei der Faulenzervariante möchte ich bestimmt mal bequem am Strand liegen. Sind dort auch Hunde erlaubt? Oder möchte ich nicht auch für ein paar Stunden mal alleine sein und nicht immer den Ball für Kira werfen? Alles Fragen, die gleich zu Beginn auf die Checkliste beim Urlaub mit Hund gehören. Und noch viel mehr. Wie reise ich denn? Mit dem Auto, der Bahn oder gar dem Flugzeug? Da wird es aber noch komplizierter. Und wenn ich ins Ausland will, welche Bestimmungen muss ich einhalten? Vor allem aber muss die Frage bedacht sein: Wie komme ich denn mit Hund wieder zurück nach Deutschland? Denn hier liegt häufig der Pferdefuß. 

Die Europäische Union hat nämlich ganz besondere Bestimmungen zum Schutz ihres Einzugsbereichs erlassen. Zum Beispiel, dass Hunde ab demnächst unbedingt einen Chip unter ihrem Fell haben müssen. Ganz zu schweigen von einem lückenlosen Impfnachweis mit aktuellem Impfschutz. Sonst kommen Sie beziehungsweise Ihr Hund nicht so ohne Weiteres, jedenfalls nicht ohne Quarantäne, wieder ins eigene Land zurück. Und wer will seinem Hund schon einen wochenlangen Käfig in einer Quarantänestation am Flughafen zumuten? Manche Länder wie China zum Beispiel setzen generell alle Hunde, die ins Land mit einreisen sollen, unter eine 30-tägige Quarantäne. Da überlegt man doch schon, ob man unbedingt mit Hund ins Reich der Mitte verreisen möchte. Das alles gehört in die ganz persönliche Checkliste.

Der blaue Heimtierausweis der Europäischen Union

Der blaue Heimtierausweis der Europäischen Union (Pet Passport) ist inzwischen weltweit anerkannt. Er enthält alle wichtigen Daten über Halter und Hund – in Deutsch und auf Englisch. Vor allem aber die durchgeführten Impfungen und den aktuellen Impfschutz. Ganz wichtig ist dabei die Bestimmung des wirksamen Impfschutzes gegen Tollwut. Hat der Hund genug Antikörper gegen Tollwut im Blut? Dieser so genannte Titer muss in einem anerkannten Labor zuvor durch Blutentnahme beim Tier bestimmt werden. Ein wirksamer Schutz gegen Maul- und Klauenseuche, Staupe und Würmer ist beim Hund ebenso wichtig.  Aber er wird nicht unbedingt von allen Ländern verlangt. In der Regel wiederholt man die Impfung immer nach einem Jahr, die Wurmkur erfolgt alle halbe Jahre. Das garantiert einen dauerhaften Schutz. Dies alles ist im Hundepass dokumentiert. Ab 2012 müssen zudem alle Hunde in der Europäischen Union gechipt sein, bis dahin reicht auch eine entsprechende Tätowierung. Der Mikrochip wird bei Weibchen in die linke Halsseite des Hundes implantiert, bei Rüden in die rechte Halsseite per Spritze unter die Haut gegeben. Natürlich reist man als Europäer am einfachsten in die Länder der Gemeinschaft – nicht nur, weil hier die Standards ähnlich sind, sondern auch weil es am unproblematischsten ist.

Die wichtigsten Bestimmungen im Ausland

Manche Länder wie Frankreich verlangen neben der üblichen Leinenpflicht auch einen Maulkorb. Das muss man vor Antritt der Reise wissen. In südlichen Ländern sind bestimmte Krankheitserreger wie die Sandfliege zu beachten. Sie kann nicht nur bei Hunden zu ernsthaften Krankheiten führen. Auch auf Menschen überträgt die kleine Fliege Parasiten.  Vorher sollte man sich also generell nach Gefahrenquellen im Ausland erkundigen. Hier hilft auch die Seite des Auswärtigen Amtes in Berlin. Sie gibt spezielle Auskünfte zu einzelnen Ländern: 

http://www.auswaertiges-amt.de

Oft ist besondere Vorsicht geboten. Auch Zecken sind in südlichen Ländern eher anzutreffen. Manche Länder verlangen auch einen vom Tierarzt beglaubigten Zeckenschutz kurz vor Antritt der Reise, manche auch eine Wurmkur. Generell lohnt es sich, immer auch die aktuellen Hinweise der jeweiligen Länder selbst einzusehen. Es gibt nämlich so unterschiedliche Bestimmungen. Nur eine Feinheit: Wer beispielsweise mit seinem Hund nach Paraguay reist, muss als Transitpassagier in der Regel Zwischenstopp in Brasilien einlegen (auch Argentinien, Chile, Bolivien oder Lateinamerika sind möglich).

Bleibt der Reisende nur im Transitbereich, sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen. Verlässt er ihn aber, etwa weil der Zwischenaufenthalt zehn Stunden dauert, muss er zuvor beim brasilianischen Generalkonsulat in Frankfurt oder einer anderen Stelle den Tierpass beglaubigen lassen. Auch verlangt Paraguay beispielsweise zuvor eine Beglaubigung der Tierdokumente durch die Botschaft in Berlin. Dafür müssen sie erst einmal ins Spanische übersetzt werden. Alles Feinheiten, die es zu beachten gilt. Es ist also gar nicht so einfach, mit Hund zu verreisen. 

Die Bestimmungen für Einreise von Hunden in die am meisten gewählten Urlaubsländer

Auf den folgenden nützlichen Websites finden Sie zusammengefasst Bestimmungen für die Einreise von Hunden in häufig gewählte Reiseländer:

http://www.tierschutzbund.de
http://www.tierpro.de
http://www.globocam.de
http://www.top-info.ch

Sonderregelungen Australien: http://www.affa.gov.au/

Sonderregelungen England: http://www.tierpro.de

Da sich aber auch die Bestimmungen immer aktualisieren können, vergewissern Sie sich immer über die aktuelle Lage. Schauen Sie ins Internet auf den genannten Seiten nach. Außerdem: Die gängigen Suchmaschinen bieten dazu neueste Informationen. Geben Sie zum Beispiel ein „Mit Hund nach Spanien“, oder „Reisen mit Hund“, oder „Einreise mit Hund nach Österreich“, oder „Hund nach USA“. Sie werden dort gleich auf mehreren Seiten Bestimmungen finden. 

Auf die Feinheiten kommt es manchmal an

Sehr wichtig sind auch die offiziellen Seiten der einzelnen Länder (in den Suchmaschinen Ländernamen eingeben und die offizielle Seite aufrufen). Sie enthalten in der Regel einen Link auf die Rubrik „Mitnahme von Tieren/Hunden“. Im Zweifel rufen Sie die Botschaft oder das Generalkonsulat des Landes in Deutschland an. Aber auch das ist nicht immer Garant für abschließende gesicherte Infos.

Das brasilianische Generalkonsulat in Frankfurt konnte nicht autorisiert klären, ob eine offizielle Beglaubigung des Europäischen Heimtierausweises nur für den Transit nötig ist. Gesichert hätte man diese Auskunft nur durch einen Anruf bei der Nationalpolizei am Transitflughafen, in dem Fall in Sao Paulo, bekommen können. Manchmal wird der Transport von Tieren auch nicht wirklich so heiß gegessen wie er gekocht wird. So kann es einem durchaus passieren, dass man dann plötzlich für die Einreise eines Hundes mehr als 600 Euro an einen teils zweifelhaften Service loswird.

Da wird man dann mit viel Aufhebens direkt an der Passkontrolle, die mit ein paar Dollar zuvor bestochen wurde, abgeholt. Ein bestellter Veterinär erscheint persönlich, der auch zuvor seine paar Dollar erhalten uns das Bestätigungsdokument schon vorher ausgestellt hat. Alles wird so getan, als sei es sehr geschäftsmäßig, wenn man dann auch an der Zollkontrolle vorbeigeschleust wird. Und man wundert sich dann, dass die vorher nicht abgeklärten 620 Euro verlangt werden, von zwielichtigen juristischen Büros, die oftmals keine offizielle Akkreditierung haben. Also der Rat: Wenn man solchen Service unbedingt in Anspruch nehmen will, vorher die Kosten abklären. Sonst gibt´s unliebsame Überraschungen. Und ob ein solcher Service überhaupt notwendig ist, wenn man sich an die offiziellen Regeln hält, ist obendrein zweifelhaft.

Wie gesagt, nichts wird so heiß gegessen, wie es offiziell gekocht wird. Das zeigt auch das Beispiel Frankfurter Flughafen. Da marschiert man doch glatt mit Kleinhund in einer unauffälligen Box unkontrolliert durch den Zoll und führt damit alle europäischen Anstrengungen zur Vermeidung von Seuchen ad absurdum. Lückenlose Kontrollen gibt es nirgendwo. Und wenn die Zöllner gerade mal keine Lust haben und ihren Plausch halten, na ja, dann geht halt eben alles so durch. Man darf es aber nicht darauf ankommen lassen. Und Roulett spielen wollen?

Weder beim Bestechungsgeld im Ausland noch bei der Hoffnung, man kommt schon irgendwie so durch. Im Zweifel hängt man in der Falle. Und das geht zu Lasten des Tieres, das unter Umständen dann 30 Tage lang in einer Quarantänestation bleiben muss. Lieber den korrekten Weg gehen, oder wenn es zu schwierig wird, notfalls ein anderes Reiseziel aussuchen.

Wie sind Klima und Umfeld im Reiseland?

Man sollte unbedingt auch einen Blick auf die Situation im Urlaubsland selbst werfen. Wie werden Hunde in Spanien oder Griechenland behandelt, was gelten sie in Südamerika oder Asien? Oft ist es nämlich so, dass Hunde in solchen Ländern eher auf der Straße anzutreffen sind, denn im Haus. Insofern können Spielkameraden dann auch ansteckend sein und Krankheiten übertragen. Generell gilt für südliche Länder, dass Hunde dort eher als zu lästige Plage angesehen werden. Man muss also vorher wissen, ob man seinen Vierbeiner einem solch unfreundlichen Klima aussetzen will. Apropos Klima: Auch die Temperatur spielt eine Rolle. Wie kommt ein Husky mit tropischen Temperaturen klar? Oder verträgt ein Pinscher arktische Kälte? 

Und wo die Hunde wie in Südostasien gar auf der Speisekarte stehen, überlegt man sich dreimal, seinen Vierbeiner mitzunehmen oder gar überhaupt die Gegend ganz zu meiden. Auch übertriebener Lärm kann für Hunde Stress bedeuten. In manchen Ländern wird bei jeder Gelegenheit geknallt, ob Nationalfeiertag oder Hochzeit. Erkundigen Sie sich und schützen Sie Ihren Hund vor solchem Stress. Lassen Sie ihn zu Hause. Setzen sie ihn nicht der direkten Lärmquelle aus. Dämpfen Sie die Knallerei durch etwas lautere Musik daheim. Lenken Sie Ihren Vierbeiner ab.

Manche Urlaubsgebiete wie Formentera im Mittelmeer oder Gomera im Atlantik erreichen Sie nur per Schiff beziehungsweise Fähre. Kann mein Hund mitreisen? Und noch ein genereller Hinweis für alle Urlaubsreisen mit Hund: Sollte Ihr Hund läufig sein, besorgen Sie sich ein entsprechendes Schutzhöschen, eine Art Pampers, damit Ihr Vierbeiner nicht unterwegs „ausläuft“. Das könnte hier und da unangenehme Folgen haben… 

Wie verreisen wir mit dem Hund?

Wie verreisen wir mit dem Hund?
Wie verreisen wir mit dem Hund? (Bildquelle: @aaroncrossley / Twenty20)

Flugreisen mit Hund

Grundsätzlich gilt: Abweichend vom internationalen Recht hat jede Fluggesellschaft ihre eigenen Bestimmungen. Es gilt also, immer genau bei der Gesellschaft nachzufragen, mit der man fliegt. Internationales Recht ist es beispielsweise, dass ein Hund mindestens 72 Stunden vorher angemeldet werden muss. Schnellschüsse oder Last Minute Tickets für Hunde gibt es also in der Regel nicht.

Dennoch ist es ratsam, einen Hund so früh wie möglich anzumelden. Denn pro Flug kann nur eine bestimmte Anzahl von Hunden mitgenommen werden. Und heutzutage werden Flüge immer beliebter direkt online gebucht. Da ist es mitunter gar nicht so einfach, die Hundefrage mitzuklären. Dafür fehlt einfach die entsprechende Rubrik im Internet. Hunde im Flieger sind immer noch eine Seltenheit. Deshalb kann man bei der Online-Buchung die Frage, buche ich nun oder nicht, von der Zustimmung zur Mitnahme eines Hundes leider nicht abhängig machen. Da muss man schon ein wenig Roulett spielen und hoffen, dass es klappt. Man sollte also sofort mit dem Veranstalter, dem Anbieter oder noch besser, direkt mit der Fluggesellschaft Kontakt aufnehmen.

Im Zweifel heißt es: Sie brauchen die schriftliche Zustimmung der Fluggesellschaft. Und dann muss auch eigentlich der Flugkapitän vor jedem Flug sein Einverständnis geben. Das ist aber eine eher theoretische rechtliche Absicherung. Lassen Sie sich also per Fax oder Email zuvor von der Fluggesellschaft die vereinbarte Mitnahme und die Konditionen schriftlich geben. Drucken Sie das aus und nehmen Sie es mit zu Ihren Reiseunterlagen. Lassen Sie sich auch die Masse der Box schriftlich geben.

Unter Umständen weiß der Check-In nicht, was die Gesellschaft vorgegeben hat. Sie ersparen sich beim Check-In so unter Umständen eine Menge Ärger und auch Zeit.

Und nicht jedes Flugzeug ist für den Transport von Tieren geeignet. Der Frachtraum muss nämlich klimatisiert sein. Daran scheitert es manchmal. In der Kabine dürfen Hunde bis maximal sechs Kilogramm Gewicht einschließlich der Box transportiert werden – wenn es sich nicht um ein Kleinflugzeug oder einen Learjet handelt. Die Box muss den Massen entsprechen, die die Fluggesellschaft vorgibt. Sie richtet sich nach der Art des eingesetzten Flugzeugs. Denn die Box muss unter den Sitz passen.

Der Hund darf während des Fluges die Box nicht verlassen. An der passenden Box ist schon so mancher Hundetransport gescheitert. Und versuchen Sie auf jeden Fall, die Dame oder den Herrn am Counter davon zu überzeugen, Ihnen einen Sitz zu reservieren, der nebenan noch einen Freiplatz berücksichtigt. Ganz anders ist es hingegen, wenn man den Hund im Frachtraum des Flugzeugs transportieren lässt. Auch hier gibt es genormte Masse. Man sollte sich im Zoofachhandel oder im Internet so genannte IATA-taugliche Boxen besorgen. Sie sind für den Luftverkehr genormt. Der Hund muss sich ausreichend in der Box bewegen und aufrecht stehen können. Außerdem sind ein Fressnapf und ein Wassernapf vorgeschrieben. Wer jedoch ganz sichergehen will, nutzt den Dienst von Tiertransportexperten wie zum Beispiel „Pet Air“ am Frankfurter Flughafen.

Der ist zwar nicht ganz billig und entspricht in etwa dem Flugticketpreis für einen Erwachsenen. Aber die Experten wissen, wie der Vierbeiner und andere Tiere am besten von A nach B gebracht werden.

Im Übrigen sind die Preise für den Tiertransport unterschiedlich. In der Regel gilt hier die Abrechnung nach Übergepäck pro Kilogramm und als zusätzliches Gepäckstück. 

Versuchen Sie es mal mit einem Charterflieger

Tipp: Versuchen Sie mit einem Charterflugzeug zu fliegen. Oftmals kostet der Hundetransport nur eine geringe Pauschale von ca. 150,- EUR im Gegensatz zu den Linienfliegern, die mal locker um die 40,- EUR pro Kg One-Way abkassieren. So können schon bei einem mittelgroßen Hund (z.B. Golden Retriever) mit 35 Kg plus 10 Kg Transportbox bis zu 1.800,00 EUR pro Strecke zusammenkommen. Also lieber erst mal bei den Urlaubsfliegern nachfragen!

Wer Glück hat, kommt mit einer Pauschale von 20 Euro für den Transport eines Kleinhundes in der Kabine davon. Wer Pech hat, zahlt das Extra Gepäckstück mit 120 Euro und eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr sowie das Gewicht des Hundes samt Box als Übergepäck. Auch wenn man seinen Vierbeiner mit in die Kabine nimmt, muss man auf ausreichend Flüssigkeit achten.

Reist ein Hund im Flieger mit, gilt: Mindestens drei Stunden vor Abflug am Check-In sein! Vor Reiseantritt sollte der Hund nichts fressen, um auf dem Langstreckenflug nicht unbedingt ein duftendes Geschäft zu hinterlassen. Reist man als Transitpassagier mit Hundebox, dann darf der Hund auch in einigen Flughäfen die Box nicht verlassen, so zum Beispiel in Brasilien. Und wenn dann der Flug insgesamt rund 20 Stunden dauert, überlegt man sich schon, seinen Hund nur bei einem längeren Aufenthalt mitzunehmen. Schließlich bedeutet auch ein Flug für das Tier Stress. 

Nur Direktflüge buchen

Grundsätzlich ist noch zu empfehlen, nur Direktflüge zu buchen, so dass es keine Umsteigesituation gibt. Erstens verlängert jeder Umstieg die Strapazen für den Hund. Zweitens weiß man nicht so genau, was mit dem Hund genau passiert. Es gab schon Fälle, da haben Gepäck-Arbeiter Hunde-Boxen einfach in der glühenden Mittagssonne stehen gelassen…  

Autoreise mit dem Hund

Wer mit seinem Auto und Hund in Urlaub fährt, muss folgendes beachten: Kleinere Hunde gehören aus Sicherheitsgründen nicht auf den Schoss oder Sitz, sondern auf den Boden des Fahrzeugs. Größere Hunde müssen in den Fond des Autos, das durch ein geeignetes Abtrenngitter aus Stahl, Alu oder Netz fest verankert wird. Oder der Hund kommt auch hier in eine Box, so wie im Frachtraum eines Flugzeugs. Die Box muss aber ebenfalls fest verankert sein, damit sie beim plötzlichen Bremsen nicht zum Wurfgeschoss wird. 

Es gibt für Reisen mit Hunden praktische Wasserspender. Sie kann man auch während der Fahrt nutzen. Sie sind hundgerecht, und man kann sie einfach dosieren. Wasser sollte man für den Hund unterwegs immer greifbar haben. Man weiß auch nie, wie die Qualität des Kranwassers unterwegs ist. Eine Reise mit Hund im Auto plant man. Suchen Sie vorher schon geeignete Zwischenstopps aus. Legen Sie Rastplätze fest, wo sich auch Ihr Hund ein wenig austoben kann. Man plant ja auch seine eigene Urlaubsreise so, dass man möglichst entspannt ankommt. Warum nicht auch so für den Hund.

Es gibt im Internet verschiedene Routenplaner. Dort finden Sie auch Rastplätze beschrieben und auch besonders hundefreundliche obendrein. Und schützen Sie Ihren Vierbeiner im Auto vor allzu starker Hitze und Sonne. Bieten Sie ihm ausreichend Gelegenheit zum Gassi gehen. Ihr Hund kommt mit häufigeren Pausen auch entspannter am Urlaubsort an. Ganz wichtig ist es auch, eine ihm vertraute Decke mitzunehmen. Oder ein Spielzeug. Oder ein Tuch, an dem er gerne zerrt. Das schafft Vertrautheit. Es nimmt die Angst vor etwas Neuem und Unbekanntem. Zeigen Sie Ihrem Tier, dass die Urlaubsreise nichts Ungewohntes ist. Mit dem Spielzeug sagen Sie Ihm, wir unternehmen jetzt etwas ganz Normales.

Übrigens!

Grundsätzlich gilt: Hunde müssen auf den Rücksitz und gesichert werden. Bei mehr als zwei Hunden gehören sie in den abgetrennten Fond des Wagens.

Wer sich nicht an die Vorschriften zur Mitnahme von Hunden im Auto hält, kann mit einem Bußgeld von 50,- bis 200,- Euro in Europa belegt werden.

Zugreisen mit Hund

Im Prinzip sind Zugreisen mit Hund unproblematisch. Wenn die Abteilnachbarn mitspielen. Haben Sie Platzkarten gebucht (für Hunde können Sie keine Sitzplätze in der Bahn reservieren!) und dabei Mitreisende erwischt, die partout nicht mit ihrem Vierbeiner harmonieren, müssen Sie sich irgendwie arrangieren. Dann hilft nur noch, Ihren Hund bei Laune und bei sich zu halten.

Wer von einem Hund nicht beschnüffelt oder berührt werden will, das müssen Sie schon akzeptieren. Oder wer sich gar fürchtet, da hilft dann nur, unter Umständen die Plätze zu tauschen. Bevor man sich stundenlang Stress macht. In der Regel aber werden Sie auf verständnisvolle Mitreisende treffen. Die kümmern sich vielleicht sogar um Ihren Vierbeiner. Sie sollten sich mit Hund Plätze in einem Großraum Abteil reservieren. Da haben Sie normalerweise zwei Sitze nebeneinander in einer Reihe. Oder schauen Sie, wo eventuell ein Abteil frei ist und belegen dort zwei Plätze.

Wer mit Hunden nichts am Hut hat, wird sich schon nicht zu Ihnen setzen. So planen Sie die Reise mit Hund geschickt stressfrei im Zug. Der Hund sollte aber bereits Zugfahrten gewohnt sein. Wenn nicht, trainieren Sie das rechtzeitig mit ihm. Vor allem darf er keine Angst davor haben, in den Zug einzusteigen. Eine besondere Barriere stellt der Weg vom Bahnsteig in den Zug dar – wie bei älteren Menschen. Daran müssen Sie Ihren Vierbeiner rechtzeitig gewöhnen, auch eventuell an das Fahren auf einer Rolltreppe. Ihr Hund sollte auch für Bahnfahrten ruhig und umgänglich sein. Bellt er nämlich unentwegt und hat Angst, kann das Mitreisende aus der Fasson bringen. 

Hunde müssen während der gesamten Bahnfahrt angeschnallt bleiben. Ratsam ist auch die Mitnahme eines Maulkorbs. Manche Zuggesellschaften oder auch andere Länder verlangen das sogar ausdrücklich. Denken Sie bei längeren Zugfahrten daran, wie Sie Ihren Hund bei Laune halten. Vielleicht ist ein Kauknochen die geeignete Ablenkung. Oder ein Spielzeug. Sollten Sie längere Unterbrechungen haben, dann verlassen Sie ruhig mal den Zug und gehen mit ihm am Bahnsteig spazieren. Etwas Bewegung zwischendurch tut Ihnen Beiden gut. Zwölf Stunden vor Reiseantritt sollten Sie Ihrem Hund nichts mehr zu fressen geben und darauf achten, dass er noch mal Gassi gehen kann. 

Ratsam ist es auch, ihren Hund vor einer längeren Zugreise zu ermüden. Machen Sie vorher einen längeren Spaziergang. Oder jagen Sie ihn durch den Wald. Spielen Sie intensiv mit einem Stock. So kann Ihr Vierbeiner die Zugfahrt im Schlaf erleben. Ratsam ist es auch, mit dem Hund eine Nachtfahrt im Zug zu buchen. Sie können sicherheitshalber Ihren Hund auch in der Box (70 mal 50 mal 30 Zentimeter) transportieren.

Erkundigen Sie sich vorher beim Reiseveranstalter oder der Bahngesellschaft, unter welchen Bedingungen das möglich ist. Bei großen Hunden müssen Sie bei der deutschen Bahn ein Ticket für Kinder bis 16 Jahren lösen, kleine Hunde in der Box unter dem Sitz reisen frei. Erkundigen Sie sich auf jeden Fall vor Reiseantritt nach den aktuellen Bestimmungen, die sich schnell ändern können.  

Campingurlaub mit Hund

Campingurlaub ist nach wie vor beliebt. Auch Hundebesitzer fahren mit Wohnwagen oder Zelt in den Urlaub. Eine besondere Naturverbundenheit und das Gefühl von Freiheit, auch für den Vierbeiner, spielen hier eine Rolle. So wie die mitfahrenden Personen während der Fahrt nicht in den Wohnwagen gehören, so hat auch Pfiffi darin nichts zu suchen. Anders ist es, wenn Sie im Campingmobil oder –van verreisen. Aber auch hier sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, etwa während der Fahrt nichts auf den Tischen stehen zu lassen oder den Hund fest anzuleinen, am besten aber in einer fest verankerten Box zu transportieren. Damit er nicht zum Wurf- und Schleudergeschoss wird. 

Für den Campingurlaub gibt es spezielle Plätze. Und jeder Platz hat seine eigenen Regeln. Hunde sind vor allem auf solchen Geländen anzuleinen. Das muss man wissen, bevor man sich für diese Variante entscheidet. Im Zweifel ruft man vorher am Platz an oder schaut ins Internet. Natürlich achten Camper auf die Sauberkeit ihres Platzes. Also muss man beim Gassi gehen wie eigentlich sonst auch immer sein Tütchen mit dabeihaben. Sollte der Vierbeiner nämlich mal sein Häufchen fallen lassen, bitte sofort einsammeln. Manche Campingplätze sind so hundefreundlich, dass sie sogar Hundetoiletten und Freilaufflächen bieten. Auch sollte Ihr Hund umgänglich und verträglich sein, nicht ständig kläffen, sonst stört das die Campergemeinschaft. Es gibt sogar Campingplätze, die einen eigenen Hundestrand anbieten. Und Luxuswohnwagen zum Mieten. 

Tipp: Jedem guten Campingführer ist zu entnehmen, ob und wie Hunde dort Urlaub machen können. Meistens ist so etwas mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet.

Schiffreisen mit Hund 

Nichts ist unmöglich, auch nicht eine Schiffsreise mit Hund auf dem Ozeanliner wie der Queen Mary 2 zum Beispiel. Wenngleich hier doch schon Probleme auftauchen. Viele Veranstalter lehnen es rundweg ab, Hunde mit an Bord zu nehmen. Denn bei einer mehrtägigen Passage auf See ohne Landunterbrechung stellt sich nicht nur die Frage: „Wo gehe ich denn mit Hasso nun Gassi?“ 

Leicht ist der Vierbeiner in seinem Tatendrang auch über Bord. Deshalb gilt Leinenzwang auf dem Schiff, meistens auch Maulkorbzwang bei größeren Hunden. Es sei denn, man hat seine eigene Kabine. Da kann man seinen Hund dann auch freilaufen lassen. Da Schiffsreisen heute immer noch zum Teil Glanz und Glimmer verbreiten, etwa mit dem berühmten Käpten´s Dinner, geht´s an Bord auch meist etwas feiner zu. Da müssen sich dann auch Waldi und Co. benehmen können. Mittlerweile gibt es aber auch schon so genannte Clubschiffe wie die Aida – vor allem für ein jüngeres und lockereres Publikum. 

Es gibt auch Schiffe, die eigene Hunderäume an Bord haben. Hier können Herrchen und Frauchen Bello dann so oft besuchen wie sie es wünschen. Bevor man sich für eine Schiffsreise             entscheidet, sollte man    ganz   genaue Informationen einholen. Auch wenn Sie nur eine Fähre benutzen wollen, selbst wenn Sie Ihr Auto mitnehmen und den Hund im Wagen lassen, müssen Sie vorher die Zustimmung der Gesellschaft einholen. Das kann Ihnen unter Umständen den Urlaub ganz schön verhageln, wenn der Weitertransport scheitert. Es gibt Urlaubsinseln, die sind nur per Schiff zu erreichen. Manchmal sogar auf relativ kleinen Booten. 

Professionelle Tiertransportunternehmen

Es gibt Profis für den Transport von Tieren. Im Internet finden Sie davon eine ganze Reihe. Sie sind spezialisiert darauf, Tiere jedweder Art überall in der Welt zu transportieren. Sie kennen auch die Einreisebestimmungen, wissen, was genau beachtet werden muss. Suchen Sie hier auf jeden Fall Rat. Der Frankfurter Flughafen ist ein internationales Drehkreuz. Hier finden sich vor allem Luftfrachtfirmen, die Ihren Hund sicher an den Urlaubsort bringen, insbesondere nach Übersee. Oft koordinieren solche Firmen die Flüge so, dass Sie in zwei separaten Maschinen fast zeitgleich am Urlaubsort ankommen. 

Hunde im klimatisierten Frachtraum

Denn Firmen wie Petair lassen Tiere in reinen Frachtmaschinen transportieren, die klimatisiert (oder luftverdichtet) sind. Etwa sechs Stunden vorher muss man bei einem solchen Service am Flughafen sein. Ein eigenes Freilaufgehege bietet den Tieren Relax-Gelegenheit. Sie werden mit Futter und Wasser versorgt. Und auf den mitunter langen Flug optimal vorbereitet. Allerdings gehören dazu keine Beruhigungsmittel. Fluggesellschaften wollen nur wache und ansprechbare Tiere transportieren. Die Meinungen sind hierüber geteilt. Während Tierärzte manchmal leichte Beruhigungsmittel mitgeben, wollen Flugkapitäne eher ganz normale Hunde transportieren.

Manchmal ist es besser, wenn Anton und Hasso eher verschlafen am Urlaubsort ankommen. Und von alledem möglichst wenig mitbekommen. Auf jeden Fall nicht auf eigene Faust handeln und schon mal gar nichts von den eigenen Angsthemmern Ihrem Hund etwas verabreichen. Konsultieren Sie Ihren Tierarzt. Der wird Ihnen schon den passenden Rat geben. Im Zweifel vertrauen Sie auch auf den Rat der Frachttransporteure. Die machen so etwas schließlich seit langem professionell. 

Vorbereitungen für den Urlaub mit Hund (Zubehör, Organisatorisches, etc.)

Tierbox

Viel ist bereits von der Tierbox gesprochen worden. Sie ist vielleicht das Wichtigste für die Reise mit Hund überhaupt. Stressfrei ist die Box für alle. Sie muss der Größe Ihres Vierbeiners angepasst sein. In Regel heißt das: Der Hund muss in ihr aufrecht stehen und sich drehen können. Er soll genügend Luft bekommen. Die Box muss bis auf den Boden, der einen nach oben gewölbten Rand von ein paar Zentimetern hat, an allen anderen Seiten Luftöffnungen haben. Der Rand dient dazu, dass nichts ausläuft, wenn Ihr Hund doch mal sein Geschäft machen muss. Ferner sind in der Box Wasser- und Futterbehälter (letzterer für längere Flüge im Frachtraum) zu installieren.

Die gewohnte Decke

Die Box sollte eine Decke auf dem Boden haben, möglichst eine vom Duft her gewohnte. Der Hund soll einerseits nicht auf dem kahlen Plastikboden liegen. Anderseits soll ihm die Decke mit dem vertrauten Geruch Sicherheit auf Reisen geben. Sie ist so eine Art Herrchenersatz während der Reise. 

Der Fressnapf

Denken Sie daran: Ihr Hund ist es gewohnt, jeden Tag aus einem bestimmten Fressnapf sein Futter zu sich zu nehmen. Packen Sie deshalb nach Möglichkeit diesen Napf mit ein, damit er sich nicht am Urlaubsort umgewöhnen muss. Sein Napf ist und bleibt sein Napf. Man sollte ja auch nicht einen fremden Hund aus dem Napf seines Vierbeiners fressen lassen. Das merkt er sofort. Respektieren Sie das und nehmen Sie nach Möglichkeit seinen eigenen Napf mit in den Urlaub. Auch wenn das Hotel oder die Pension eigene Näpfe anbieten sollten. Sie schaffen so für Ihren Hund ein Gefühl der Nähe und Vertrautheit zu Bekanntem.

Das eigene Bettchen oder Reisebettchen

Auch Ihr Hund hat seine Gewohnheiten. Ganz besonders beim Schlafen. Er ist es gewohnt, sich in sein Bettchen zurückzuziehen. Hier fühlt er sich am wohlsten. Das ist sein Reich. Deshalb ist es am besten, wenn Sie dieses Bettchen mit in den Urlaub nehmen können. Wenn nicht, dann braucht er auf jeden Fall ein Reisebettchen als Ersatz. 

Zeckenschutz und Wurmkur

Manche Länder verlangen es sogar, dass das Tier kurz vorher einen Zeckenschutz beim Tierarzt bekommt, manche auch eine Wurmkur. Sie können unabhängig davon ihrem Vierbeiner als Prophylaxe einen Zeckenschutz verabreichen. Oder nehmen Sie das Mittel auf jeden Fall mit. Die Wurmkur richtet sich nach dem aktuellen Schutz. Wenn der nicht mehr lange reicht, ist es ratsam, auch die Wurmkur zu erneuern.

Sonst nehmen Sie die Tabletten einfach mit. 

Vor welchen Erregern müssen Sie Ihren Hund sonst noch schützen?

Erkundigen Sie sich auch nach anderen Erregern im Reisegebiet. Vielleicht sind dort Stechmücken, Moskitos, Sandfliegen oder anderes Ungeziefer, auf die Sie sich vorbereiten sollten. Nehmen Sie entsprechende Mittel mit. Auch wenn Ihr Tier sonst Medikamente regelmäßig einnimmt, denken Sie an einen ausreichenden Vorrat. Es schadet auch nicht, wenn Sie zur Vorsorge ein Flohhalsband einpacken. 

Lieblingsspielzeug

Auch für Ihren Hund ist der Urlaubsort fremde Umgebung. Er braucht Halt. Den geben Sie ihm mit seinem Lieblingsspielzeug, einem vertrauten Gegenstand aus dem eigenen Haus oder mit einer Decke, seinem Bett oder einem Tuch. 

Andere Länder, andere Sitten: Hundefutter

Denken Sie bitte auch an das vielleicht etwas andere Hundefutter vor Ort. Manchmal ist es ratsam, etwas vertrautes Trockenfutter oder heimische Leckerlis mitzunehmen. Es gibt zwar mittlerweile alle Qualitätsmarken an Hundefutter weltweit, aber sie müssen nicht den gleichen Geschmack haben. Das Futterproblem sollte nicht unterschätzt werden. 

Maulkorb, Schlafkorb, Ball und Höschen

Denken Sie auch daran, dass manche Länder einen Maulkorb zur Pflicht machen. Dann suchen Sie rechtzeitig etwas Passendes aus und trainieren Sie schon mal ein wenig damit. Denken Sie an all das, was Sie sonst auch für Ihren Hund benötigen: Shampoo vielleicht, eine Bürste fürs Fell, den Schlafkorb, Spielzeug, einen Ball oder das Höschen, wenn Ihre Hundedame mal läufig werden sollte. 

Reisekrankheiten

Und denken Sie auch an Reisekrankheiten bei Ihrem Hund.

Sie nehmen ja für sich selbst auch etwas gegen Übelkeit mit. Das kann auch Ihrem Vierbeiner passieren. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Tierarzt darüber. Seien Sie also auf mögliche Hunde-Reisekrankheiten vorbereitet. Nehmen Sie also eine kleine Tierreiseapotheke mit. Darin sollte auch eine Spezialpinzette enthalten sein. Mit der können Sie zur Not ganz einfach Zecken entfernen, wenn Ihr Vierbeiner doch mal gestochen wurde. Solche Pinzetten bekommen Sie in Apotheken. 

Reiseapotheke

Auch sollten Sie an Verletzungen denken, die sich Ihr Hund während des Urlaubs zuziehen kann. Etwa, wenn er von einer Katze gebissen wurde, sich die Pfote an einer Glasscherbe aufgeschnitten hat oder in etwas Stacheliges getreten ist oder dergleichen. Desinfizierungsmittel in die Reiseapotheke, etwas Verbandszeug und Pflaster. Es gibt ja für Tierpfoten das praktische Krepppflaster, für das man keinen Klebestreifen mehr braucht. Tierarzt fragen und in die Reiseapotheke. 

Tierarzt vor Ort rechtzeitig festlegen

Für alle Fälle sollten Sie zur Not den nächsten Tierarzt vor Ort parat haben. Erkundigen Sie sich also schon vor Antritt der Reise nach dem nächsten Veterinär oder der nächsten Tierklinik. Das spart im Notfall wertvolle Minuten, etwa wenn Ihr Hund von einer Schlange gebissen wurde. Die Informationen können Ihnen das ausgewählte Hotel, die Pension, die Ferienanlage oder der Veranstalter geben. 

Ferienhäuser für Urlaub mit Hund

Immer mehr Ferienhäuser und Hotels bieten inzwischen „Urlaub mit Hund“ an. Manche offerieren sogar Pauschalangebote. Auch in Reisekatalogen finden sich entsprechende Offerten. Die Hundehalter ins Pauschalangebot mit einzubeziehen, hat sich als eine Marktlücke erwiesen. Seitdem reisen auch Herrchen und Frauchen nicht mehr nur individuell. Sie lassen sich ebenso bequem bedienen wie der Pauschaltourist ohne Vierbeiner. 

Unterhaltung und Gourmetmenüs

Auch viele Urlaubsherbergen haben sich auf den Trend eingestellt. So finden sich Unterhaltungsangebote für Hunde ebenso wie spezielle Betreuung wie Dogsitting. Hundemenüs für Gourmets sind der letzte Schrei. Wenige ausgewählte Hotels, Pensionen oder Ferienhäuser haben sich gar ganz auf den Urlaub mit Vierbeinern konzentriert. Denn sie wissen ganz genau, dass auch Herrchen und Frauchen mal eine Pause verdient haben oder etwas für sich allein unternehmen wollen. 

Hundefreundliche Skigebiete

Auch an Freunde des Wintersports ist gedacht. Es gibt ausgewiesene hundefreundliche Skigebiete. Hier dürfen Hunde sogar mit auf die Skilifte und Berghütten, können im Schnee toben oder sich auf der Alm erholen. Während Herrchen die Pisten unsicher macht, erholt sich Frauchen in der Hütte hoch oben auf dem Gipfel mit dem Hund – oder umgekehrt und abwechselnd.  Es gibt auch inzwischen hundefreundliche Loipen, auf denen der Langläufer seinen Vierbeiner mitnehmen darf. Ein Urlaub mit Hund im Schnee erfordert andere Vorbereitungen, etwa ein warmhaltendes oder wasserdichtes Wams.

Urlaub für Singles mit Hund

Und natürlich haben sich Pensionen und Hotels mittlerweile auch auf Singles eingestellt. Vermehrt reisen Einzelpersonen mit Hund und machen Urlaub. Damit auch sie mal etwas allein unternehmen oder sich mit einer Verabredung treffen können, gibt es entsprechende Angebote. Hundgerechte Pensionen, Ferienanlagen und Hotels bieten neben Freilaufwiesen auch Activity-Parcours an. 

Aktivitäten und Abmagerungskur

Hier können Sie selbst mit Ihrem Hund aktiv werden oder erfahrene Trainer mit Ihrem Bello üben lassen. Denn manchmal braucht leider auch Ihr geliebter Vierbeiner eine Abmagerungskur. So etwas finden Sie mittlerweile im Angebot solcher Urlaubsherbergen. Training und gesunde Ernährung für Ihren Anton, Anna und Kira im Urlaub, und Sie relaxen dabei am Pool. Das sind interessante Pauschalen für Urlaub mit Hund. Und es gibt Angebote abseits von touristischen Hochburgen, etwa gemütliche Geheimtipps.

Viele Hundehalter mieten sich zum Beispiel ein Haus in der Bretagne, um zwei oder drei Wochen lang mit ihrem Schäferhund die freie Natur zu erleben. Oder am Strand ungezwungen spazieren zu gehen. Oder sie nutzen das hundefreundliche Angebot im Allgäu und im Bayerischen Wald.    

Checkliste für die Urlaubsreise mit dem Hund

Wohin verreise ich?

Womit verreise ich? Auto, Zug, Flugzeug, Schiff, Campingwagen?

Mit Auto: Route, Rastplatz, Pausen, Box/Verankerung, Futter, Wasser, Spielzeug, Decke?

Mit dem Zug: Zustimmung der Gesellschaft, Ticket, Box, Maulkorb, Platzreservierung, Unterbrechungen, Ausgang, Gassi gehen?

Mit dem Flugzeug: Box, Frachtraum, Kabine, Zustimmung der Gesellschaft, Konditionen, Check-In, Papiere, Kopien der Zustimmung der Gesellschaft, Masse der Box, Wasser, Futter, Leckerlis, Decke, Spielzeug?

Mit dem Schiff/Fähre: Zustimmung der Gesellschaft, Konditionen, Box, Maulkorb, Wasser, Futter, Decke, Spielzeug?

Mit dem Campingmobil: Box, Wasser, Spielzeug, Decke, Rastplätze, Auslauf, Futter?

Wie sind Bedingungen am Urlaubsort?

Wie ist das Klima für den Hund?

Habe ich die Möglichkeit/Zustimmung der veranstaltenden Gesellschaft für Hotel oder Pension, Ferienhaus?

Habe ich alle erforderlichen Papiere zusammen?

Sind alle Impfungen komplett?

Habe ich alle Medikamente, Prophylaxen, Reiseapotheke für den Hund mit dabei, eventuell Höschen gegen Läufigkeit?

Fazit: Urlaub mit Hund

Fazit: Urlaub mit Hund
Fazit (Bildquelle: placeit.net)

Lassen Sie sich auch mit Hund im Urlaub verwöhnen. Als Hundehalter müssen Sie sich in Ihren Urlaubsplanungen nicht einschränken. Im Gegenteil: Sie laufen offene Türen ein und werden in allen Belangen unterstützt. Die Urlaubsreise mit Hund erfordert nur eine besondere Vorbereitung. Sie müssen sich etwas Zeit nehmen und Ihre ganz persönliche Checkliste abhaken. Dann wird auch der Urlaub mit Ihrem Vierbeiner ein Vergnügen. Denn auch er braucht Urlaub genauso wie sie. Urlaub mit Hund ist heutzutage so normal wie Kaffee mit Milch. Sie gehen einfach ins Reisebüro und buchen eines der attraktiven Pauschalangebote. Vorbei sind die Zeiten, wo Sie sich individuell durchquälen mussten. Auch als Hundehalter können Sie sich heute im Urlaub bedienen und verwöhnen lassen.

Schönen Urlaub mit Hund!

Urlaub mit Hund


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