Kindergehörschutz: Ratgeber, Tipps und Empfehlungen 2020

Kindergehörschutz: Wissenswertes für Eltern

Kindergehörschutz: Im Zuge einer gesunden Kindesentwicklung gibt es vieles zu beachten. Das ist vor allem für junge Eltern nicht immer ganz einfach. Dazu kommen dann noch Werbeangebote auf Plakaten oder aus dem Internet, die zusätzlich für Verwirrung bei Eltern sorgen können.  Verschiedene Hersteller empfehlen Produkte, auf welche Eltern keineswegs verzichten dürfen, wenn Sie den größtmöglichen Teil zur gesunden Entwicklung ihres Kindes beitragen wollen. Jedoch ist nicht alles, was beworben wird, auch sinnvoll oder gar gesund für den Nachwuchs.

Kindergehörschutz

Eines der Themen, über welches Eltern nachdenken können, ist der Kindergehörschutz. Das Gehör von Babys ist sehr empfindlich und kann schon durch leichte Störungen Schädigungen erfahren. Zudem sorgt Krach von außen, möge er auch noch so leise hereinkommen, bei Babys dafür, dass der Säugling sich gestresst fühlt. Und Stress sollten alle Eltern von ihrem Nachwuchs fernhalten. In diesem Ratgeber erfährst du, was es mit dem Kindergehörschutz überhaupt auf sich hat. Du liest, ob du in diesen investieren musst, wann er wirklich sinnvoll ist und welche Vor- beziehungsweise Nachteile deinem Kind dadurch entstehen können.

Ist ein Kindergehörschutz notwendig?

Hörschäden – wie entstehen sie?

Bei einem Kindergehörschutz handelt es sich um eine Schutzvorrichtung, die Geräusche, aber auch andere Einflüsse wie etwa Schmutz oder Wasser vom empfindlichen Ohr deines Kindes fernhält. Jedoch ist ein Kindergehörschutz nicht in jedem Fall zwingend notwendig. Sinnvoll ist eine derartige Schutzvorrichtung aber dennoch. Selbst wenn der Säugling keine Schädigungen oder Erkrankungen an oder in den Ohren hat, muss dieses empfindsame Körperorgan in hohem Maße geschützt werden. Zu viel Krach oder eine zu hohe Lautstärke können das Kinderohr nicht nur nachhaltig schädigen, sondern lösen Stress aus oder sorgen dafür, dass der kleine Liebling nachts nicht mehr so gut schlafen kann.

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Ein weiterer Grund, der für die Notwendigkeit eines Kindergehörschutzes spricht, ist die Tatsache, dass das Gehör von Babys und Kindern erst noch trainiert werden muss. Kinder können die Gefahren nicht einschätzen, die akustische Signale mitbringen können. Eltern unterstützen die gesunde Entwicklung ihres Kindes, wenn sie über den Kauf eines Kindergehörschutzes nachdenken.

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Durch einen Kindergehörschutz kann übrigens nicht nur Hörschäden entsprechend vorgebeugt werden. Es entstehen noch weitere Vorteile für die Gesundheit. Ein geschädigtes Gehör bedeutet nämlich nicht nur, dass das Kind eine Erkrankung der Ohren hat. Vielmehr kann es zu Beeinträchtigungen des Gleichgewichts kommen oder die Entwicklung der Sprache stellt sich gestört dar.

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Sollten Eltern jetzt befürchten, dass sie ihrem Nachwuchs das Hören durch einen Kindergehörschutz komplett nehmen, dann kann diese Befürchtung entkräftet werden. Bei einem Gehörschutz handelt es sich um eine Vorrichtung, die Geräusche lediglich eindämmt, aber nicht komplett abschottet. Das Kind hört alle akustischen Signale in einer für es angenehmen Lautstärke, ohne dass unnötig langfristige Schädigungen des Gehörs riskiert werden müssen.

Wann sollte ein Kindergehörschutz zum Einsatz kommen?

Wann sollte ein Kindergehörschutz zum Einsatz kommen?
Kindergehörschutz (Bildquelle: © 71282347 / 123RF.com)

Nicht nur Kinderohren sind empfindlich und sollten geschützt werden. Auch Erwachsene Menschen kommen im Alltag hin und wieder in Situationen, wo das Gehör erhebliche Beeinträchtigungen erfahren kann. Etwa wenn eine Sportveranstaltung besucht wird, ein Konzertbesuch geplant ist oder im lauten Bahn- und Straßenverkehr. Da Kinderohren noch empfindlicher sind, gibt es hier noch eine Reihe von Alltagssituationen, in welchen das Tragen eines Gehörschutzes sinnvoll sein kann.

Beim Spielen geht es mitunter etwas lauter zu. Auch wenn Mama oder Papa Staub saugen, kann das unangenehm für die Ohren von Kindern werden. Ein Kindergehörschutz ist auch für alle Kinder sinnvoll, die an Vorerkrankungen leiden oder von Natur aus zu unruhigem Verhalten neigen. Kinder mit einer autistischen Erkrankung oder der Nervenkrankheiten sind generell unruhiger. Sie reagieren nicht selten empfindlicher auf äußere Einflüsse oder bestimmte Geräusche. Da es für die gesunde Entwicklung eines Kindes sehr wichtig ist, dass der Alltag ruhig und ausgeglichen gestaltet wird, trägt ein Kindergehörschutz auch zu mehr Ruhe im Leben deiner Kinder bei.

Kindergehörschutz und Sicherheit: Was ist zu beachten?

Wie bei allen Produkten, mit welchen Kinder in Berührung kommen, ist auch beim Kindergehörschutz in besonderem Maße darauf zu achten, dass es sich um ein geprüftes und sicheres Produkt handelt. Dieser Umstand sollte es jeden Eltern wert sein, auch einmal etwas mehr Geld auszugeben. Wenn Eltern sich diesbezüglich sicher sein möchten, sollten sie auf entsprechende Prüfsiegel achten, die beispielsweise europaweit gelten. Verlassen dürfen sich Eltern in Europa auf die DIN-Norm DIN EN 352. Diese ist dem Gehörschutz zugeordnet und gibt Aufschluss darüber, dass es sich um ein geprüftes sicheres Produkt handelt.

Ein weiteres Siegel ist das sogenannte CE-Zeichen. Dieses verrät Eltern, dass sämtliche in der europäischen Union geltenden Richtlinien erfüllt wurden. Beinahe von selbst empfiehlt es sich, die Gebrauchsanweisung sowie die Anwendungshinweise eines Produkts genau zu studieren. Dort erfährst du, wie du den Kindergehörschutz verwendest, wie oft du ihn verwenden darfst und was es hinsichtlich der Reinigung und Pflege zu beachten gibt.

Nicht jeder Kindergehörschutz ist zudem für jedes Kind geeignet. Umso mehr Informationen sich über das jeweilige Produkt herausfinden lassen, umso zuverlässiger kann der Einkauf erfolgen. So sollte auf der Verpackung auch verzeichnet sein, für welche Altersklasse der Gehörschutz geeignet ist oder ob es in Bezug auf die Kopfgröße des Kindes etwas zu beachten gilt.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Prinzipiell lässt sich sagen, dass ein Gehörschutz für Kinder nicht teuer ist und dass die Kosten sich im unteren zweistelligen Bereich bewegen. Wer jedoch bereit ist, ein wenig mehr Geld auszugeben, hat in vielen Fällen auch mehr davon. So setzen Hersteller, die ihren Kindergehörschutz zu einem etwas höheren Preis anbieten, darauf, dass ausschließlich hochwertige Materialien, die frei von jeglichen Allergenen sind, verwendet wurden. Auch stellt sich die Garantieleistung bei höherpreiseigen Produkten anders dar. Diese Hersteller versprechen zumindest, dass die Qualität der gedämmten Töne länger erhalten werden kann. Ob das so ist, solltest du natürlich genau prüfen. Das kannst du tun, indem du dir Testberichte durchliest oder dich mit anderen Eltern und Anwendern austauschst. Der Preis hängt auch vom Alter des Kindes ab. So sind Gehörschütze, die Babys tragen, häufig etwas teurer, da hier bestimmte Voraussetzungen bei der Herstellung erfüllt sein müssen. Du darfst aber auch hier mit einem zweistelligen Betrag im unteren Bereich rechnen.

Kindergehörschutz kaufen: Wo ist das möglich?

Kapselgehörschütze und wiederverwendbare Ohrstöpsel für Kinder findest du sowohl im Fachhandel als auch im Internet. Natürlich solltest du dir die Zeit nehmen, die Produkte zu vergleichen und dabei dein Augenmerk nicht allein auf den Preis legen. Vielmehr sind die Informationen, die du hinsichtlich der Qualität und der Sicherheit erhalten kannst, viel wichtiger für dein Kind. Im Internet wirst du zudem fündig, wenn du einen Blick auf die Webseiten renommierter Hersteller wirfst. Diese Hersteller sollten sich im Vertrieb von akustischen Produkten, beispielsweise Hörgeräten auskennen und über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Wenn sich Eltern zudem nicht sicher sind, welcher Gehörschutz der richtige für den Nachwuchs ist, dann sollten Sie weder Kosten noch Mühen scheuen und eine kompetente Fachberatung in Anspruch nehmen.

Kindergehörschutz: Gibt es auch Alternativen?

Eine Alternative, die genau die gleichen Funktionen wie ein sicherer und geprüfter Kindergehörschutz erfüllt, gibt es pauschal nicht. Das einzige, was du tun kannst, ist, generell für eine ruhige und kindgerechte Umgebung zu sorgen. Das ist erfahrungsgemäß jedoch nicht in allen alltäglichen Situationen ohne weiteres möglich. Wenn du mit deinem Nachwuchs unterwegs bist und es wird plötzlich lauter und du hast keinen speziellen Kindergehörschutz dabei, dann kannst du immer noch eine Apotheke aufsuchen. Dort gibt es Einwegprodukte, die zumindest über einen kurzen Zeitraum verwendet werden können. Allerdings handelt es sich bei derartigen Produkten um Schutzvorrichtungen in einer Einheitsgröße, welche nicht speziell für Kinder gefertigt wurden.

Kindergehörschutz: Diese Arten gibt es

Bevor Eltern sich für den richtigen Kindergehörschutz entscheiden sollten, geht es erst einmal darum zu differenzieren. So lässt sich der Kindergehörschutz in zwei wesentlichen Arten unterteilen. Die Entscheidung orientiert sich hauptsächlich an der Anwendung. So gibt es den sogenannten Kapselgehörschutz, der sich außerhalb des Ohres befindet und auf das Ohr aufgelegt wird. Die zweite Möglichkeit sind die sogenannten Ohrstöpsel, die in das Innere des Ohres eingeführt werden.

Der Kapselgehörschutz

Ein Kapselgehörschutz für Kinder funktioniert im Wesentlichen wie ein Over-Ear-Kopfhörer. Zwei Ohrmuscheln werden entweder von einem Band oder einem Bügel zusammengehalten. Die Ohrmuscheln werden dabei über die Ohren des Kindes gesetzt und liegen dort auf. Auf diese Weise soll Lärm vom Innenohr abgehalten werden. Ein Kapselgehörschutz zeichnet sich dadurch aus, dass er ein Kind fast die gesamte Kindheit über begleiten kann. Die meisten Produkte werden ab einem Alter von 12 Monaten empfohlen. Viele Kapselgehörschütze verfügen über Verstellmöglichkeiten, sodass der Gehörschutz auch noch im Jugendalter getragen werden kann.

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Auch bei der Aufnahmefähigkeit der Lautstärke gibt es Unterschiede. Teurere Produkte sind in der Lage, größere Lautstärken abzudämmen. Einen Kapselgehörschutz, zu welchem Experten häufig raten, gibt es nicht nur für Kinder, wie eben beschrieben, sondern auch speziell für Babys. Die Funktionsweise ist dabei die gleiche, nur die Materialien sind andere. So sind die Ohrmuscheln häufig mit weichen Materialien ausgestattet, sodass die Ohren von Babys nicht beschädigt werden können. Auch das Band, welches die Ohrmuscheln zusammenhält, besteht aus weichen Materialien, die nicht zu Verletzungen des Säuglings beitragen können.

VorteileNachteile
Höhere Leistungsfähigkeit: Mehr Dezibel können von empfindlichen Baby- und Kinderohren abgehalten werdenEin Kapselgehörschutz ist ungeeignet, wenn das Kind eine Mütze oder ein Cap trägt.
Bequemer und angenehmer Tragekomfort
In vielen kinderfreundlichen Designs erhältlich
Mitwachsend: Können vom Babyalter bis in die Jugend getragen werden

Ohrstöpsel für Kinder und Babys

Die Zweite Variante eines Kindergehörschutzes sind die Ohrstöpsel. Ohrstöpsel für Kinder können verschieden aufgebaut sein. Sie bringen jedoch die Eigenschaft mit, dass sie besonders dünn sind und so gut in den kleinen Gehörgang eingeführt werden können. Zudem sagen einige Hersteller, dass Ohrstöpsel auch während der Nachtruhe problemlos von Kindern getragen werden können. Zusätzlich können Eltern in eine Verbindungskordel investieren, die vor einem Verlust schützen sollen. Ohrstöpsel für Kinder zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie in verschiedenen Situationen angewendet werden können. So gibt es beispielsweise spezielle Stöpsel, die das Kinderohr ausschließlich vor Lärmeinflüssen schützen können. Außerdem gibt es spezielle Schütze, die Wasser vom Ohr abhalten können.

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VorteileNachteile
Verschiedene Produkte für verschiedene SituationenDer Dezibel-Schutz ist nicht so hoch wie beim Kapselgehörschutz
Kompakte GrößeAufwendiger in der Pflege
Luftdurchlässigkeit

Kindergehörschutz vergleichen und bewerten: Diese Kriterien helfen weiter

Jetzt weißt du vieles über einen Kindergehörschutz, kennst die verschiedenen Arten und weißt, welche Vorteile und Nachteile diese für dein Baby oder Kind mitbringen. Dennoch macht das die Kaufentscheidung aufgrund der vielfältigen erhältlichen Produkte nicht unbedingt leichter. Im Folgenden abschnitt sollen dir weitere Kriterien mit an die Hand gegeben werden, die dir dabei helfen sollen, verschiedene Schutzvorrichtungen zu vergleichen und zu bewerten.

Das Alter des Kindes

Es gibt verschiedene Faktoren, die dafür sorgen, dass sich ein Gehörschutz besser für dein Kind oder Baby eignet. So sollte ein Produkt immer altersgerecht beschaffen sein. Lege also immer das Alter deines Kindes zugrunde, bevor du dich für einen Kindergehörschutz entscheidest. Beim Kapselgehörschutz solltest du zum Beispiel darauf achten, dass der Abstand zwischen den Ohrmuscheln und bis zum Kopf nach oben richtig und altersgerecht ist. Zudem sollten die Ohrmuscheln hinsichtlich ihrer Größe auch zu den Ohren des Babys oder Kindes passen.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass der Kapselgehörschutz nicht auf den Kopf drückt oder zu schwer ist. Gerade wenn du sehr kleine Kinder schützen möchtest, solltest du darauf besonders achten. Über die genauen Abstände streiten sich die Experten noch. Die meisten Hersteller geben jedoch Richtwerte heraus, an denen du dich orientieren kannst.

Wenn du in einen Kapselgehörschutz für dein Baby investierst, dann sollte der Abstand zwischen den Ohrmuscheln etwa 13 Zentimeter betragen. Die Höhe sollte sich zwischen 11 und 16 Zentimetern bewegen. Nichts falsch machst du, wenn du in einen verstellbaren Kapselgehörschutz investierst, dieser wird unterschiedlichen Kopfgrößen des Babys noch besser gerecht.

Der Innenraum einer Ohrmuschel sollte etwa 6,5 Zentimeter hoch und 4,5 Zentimeter bereit sein. Ein Kapselgehörschutz, der für ältere Kinder gekauft wird, darf natürlich etwas größer sein. Während die Innengröße der Ohrmuscheln gleich bleibt, sollten Kinder ab sechs Jahren einen 22 Zentimeter breiten oder mehr als 16 Zentimeter hohen Kapselgehörschutz tragen.

Bei Ohrstöpseln gilt es bei der Altersbeschränkung vor allem auf die angegebene Größe zu achten. So können Eltern den Vermerk „Für kleine Gehörgänge geeignet“ vorfinden oder die Größe wird mittels eines Buchstabens, ähnlich der Kleidergröße angegeben. Ein Paar Ohrstöpsel in der Größe S ist dann für Babys geeignet, während die Größe M von größeren Kindern angewendet werden kann. Prinzipiell sollten Eltern sich jedoch bewusst machen, dass Ohrstöpsel für Babys auch gewisse Gefahren in sich bringen. Zum einen handelt es sich um Teile, die von Babys schnell verschluckt werden können. Zum anderen sind die Gehörgänge noch nicht entwickelt und nicht ausgeprägt. Das Verletzungsrisiko ist also deutlich höher, weshalb Experten dazu raten, bei Babys lieber auf einen Kapselgehörschutz zu setzen.

Kindergehörschutz und die richtige Dezibel-Zahl

Kindergehörschütze werden in verschiedenen Varianten angeboten. So unterscheiden sie sich den Dezibeln, die von einem Kindergehörschutz abgehalten werden können. Kapselgehörschütze halten eine höhere Zahl ab als Ohrstöpsel. Hier kommt es im Wesentlichen darauf an, was du von einem Gehörschutz für dein Kind erwartest. Es soll eigentlich darum gehen, Geräusche einzudämmen und das Ohr nicht komplett abzuschotten. Deshalb sollte die Dezibel-Zahl nicht höher als 20 sein, da es sonst schwierig werden könnte, der Umgebung noch zu folgen. Wenn Kinder zu wenig hören und ihre Umgebung nicht mehr akustisch mitbekommen, können zudem Gefahren daraus resultieren wie etwa Unfälle, wenn beispielsweise der Straßenverkehr nicht mehr richtig wahrgenommen wird. Achte also hier immer auf die Angaben auf dem Produkt und lasse dich bei Unsicherheit kompetent beraten.

Dezibel (dB)Name
0Fallen einer Feder
10Mücke
20Uhrenticken
30Flüstern
40leichter Straßenverkehr hinter Fenster
50leichter Regen
60normales Gespräch
70normaler Straßenverkehr
80Motorrad
90vorbeifahrender Zug
100Presslufthammer in 10m Entfernung
110Disco
120Wasserfall
160Airbag-Entfaltung
170Silvesterböller

Das richtige Material wählen

Das Material, aus welchem ein Kindergehörschutz bestehen kann, ist vielfältige. Vor allem zieht es verschiedene Auswirkungen nach sich, die du kennen solltest. So wirkt sich das gewählte Material nachträglich auf den Tragekomfort, eventuell auf die Funktionalität und unter Umständen sogar auf die Gesundheit des Kindes aus. Das Problem hierbei ist allerdings, dass die Angaben zum Material, die vom Hersteller gemacht werden, meistens sehr ungenau sind. Diese verwirren Eltern und niemand weiß, ob das Material wirklich gesund für das Kind ist.

Ohrstöpsel bestehen häufig aus Silikon, Kapselgehörschütze sind oft aus bestimmten Gelen gefertigt. Du solltest bei der Wahl des Materials darauf achten, dass weder Tragekomfort noch Gesundheit des Kindes beeinträchtigt werden. Du machst nichts verkehrt, wenn du auf die Verwendung hypoallergener Materialien achtest. Dadurch können jucken oder anderen Hautirritationen vermieden werden. Wenn dein Kind alt genug ist, solltest du es bei der Wahl natürlich mitentscheiden lassen. Der kleine Liebling kann ausprobieren, welcher Gehörschutz sich für ihn angenehm tragen lässt und welcher nicht.

Kindergehörschutz richtig pflegen

Die Pflege von Kindergehörschützen orientiert sich an der Art des Schutzes selbst. Hierzu sollten auch immer die Hinweise auf der Verpackung studiert werden. Bei einem Kapselgehörschutz lässt sich das Band, welches die beiden Ohrmuscheln verbindet, meistens abnehmen und kann dann gewaschen werden. Außerdem erhältst du zu einem Kapselgehörschutz meistens eine Box oder einen Beutel für die Aufbewahrung, der natürlich auch benutzt werden sollte.

Bei Ohrstöpseln hängt die Pflege da von ab, ob es sich um Einwegprodukte oder um wiederverwendbare Schutzvorrichtungen handelt. Einwegprodukte sollten und müssen nach ein maliger Anwendung entsorgt werden. Zu bedenken ist bei Ohrstöpseln auch, dass sich vermehrt Bakterien bilden, was durch die innenliegende Umgebung erklärt werden kann. Die meisten Hersteller raten demnach dazu, Ohrstöpsel vor jeder Anwendung zu reinigen oder ausschließlich auf Einwegprodukte zu wechseln, die sich schnell entsorgen lassen.

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Kindergehörschutz in der Schule: Sinnvoll oder nicht?

Während das Tragen eines Kindergehörschutzes im Unterricht vor einigen Jahren noch stark umstritten war und eher abgelehnt wurde, hat sich das mittlerweile grundlegend geändert. Es gibt immer mehr Eltern und auch Pädagogen, die darauf setzen. Das liegt daran, dass es in Schulklassen selten leise zugeht. Das Kind kann sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren, weshalb es auch zu Lernschwierigkeiten kommen kann. Es ist lediglich darauf zu achten, dass der Kindergehörschutz eine eindämmende Wirkung hat und nicht etwa dafür sorgt, dass der Nachwuchs gar nichts mehr vom Unterricht mitbekommt. Vielmehr geht es darum Störquellen, wie andere laute Kinder oder auch der Lärm einer Baustelle vor dem Fenster des Klassenzimmers in den Hintergrund zu drängen.

Fazit: Kindergehörschutz

Fazit Kindergehörschutz
Fazit (Bildquelle: © Ratgeberpro.de)

Ob die Investition in einen Kindergehörschutz nun im Einzelfall sinnvoll oder wirklich dringend notwendig ist, müssen Eltern wohl selbst entscheiden. Es gibt zumindest keine medizinische Empfehlung, die das Tragen zu einer zwingend notwendigen Sache machen. Dennoch sind alle Eltern dazu angehalten, die Ohren von Babys und Kindern zu schützen. Die Umgebung sollte immer so ruhig wie möglich sein. Wenn es doch einmal etwas lauter wird, etwa beim Einkaufen im Supermarkt oder auf dem Spielplatz, dann kann ein Kindergehörschutz jedoch weiterhelfen.

Eltern sollten darauf achten, dass das Produkt sicher ist und dass die Qualität geprüft wurde. Dies sollte immer an einem entsprechenden Sigel zu erkennen sein. Außerdem ist darauf zu achten, dass der gewählte Gehörschutz zum Alter und zur Größe des Kindes passt. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn die Entscheidung zwischen einem Kapselgehörschutz und Ohrstöpseln fallen soll. Umso kleiner ein Kind ist, umso empfindlicher ist sein Gehörgang. Mit Ohrstöpseln sollten Eltern daher erst anfangen, wenn sich der Nachwuchs im Kleinkindalter befindet und die Säuglingsphase überschritten wurde.

Bei der Wahl des Materials ist nicht nur auf eventuelle Unverträglichkeiten oder den Funktionsumfang, sondern vor allem auch auf den Komfort zu achten. Während es für Babys besonders weiche Materialien sein sollten, die den kleinen Körper nicht beschädigen können, sollten größere Kinder in diesem Punkt mitentscheiden dürfen.

Festzuhalten bleibt zudem, dass sich Eltern die Kaufentscheidung wohl überlegen und sich viel Zeit dafür nehmen sollten. Die Produkte sollten umfassend miteinander verglichen werden. Es gibt nicht nur qualitative Unterschiede oder Differenzierungen im Preis, vor allem die Gesundheit des Kindes oder Babys sollte im Vordergrund stehen. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich in einem Fachgeschäft beraten lassen, entsprechende Fachliteratur studieren oder sich mit anderen Eltern austauschen.

Ein Kindergehörschutz kann eine sinnvolle Anschaffung sein. Vor allem gilt das für Situationen außerhalb des eigenen Zuhauses, wo Eltern nicht automatisch dafür sorgen können, dass die Umgebung ruhig genug ist und dem empfindlichen Gehör des Kindes nicht schadet. Allerdings sollte immer eine Abwägung stattfinden, ob tatsächlich eine Notwendigkeit besteht. Bei bestimmten Vorerkrankungen ist von einem Kindergehörschutz sogar abzuraten und auch das Wohlbefinden des Kindes sollte immer eine entscheidende Rolle spielen. Sollte das Baby oder Kind zum Beispiel äußern, dass es sich mit seinem Gehörschutz nicht wohl fühlt, sollten Eltern dies immer ernst nehmen. Es kann dann eine andere Variante des Gehörschutzes ausprobiert werden, bis das Kind zufrieden ist.



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